URL Shortening Service: Ein alternatives Anwendungsbeispiel im Ausbildungsmarketing

Bei Twitter habe ich nur 140 Zeichen …

… und der Link den ich posten will ist schon fast so lang oder länger. Das ist der Grund, warum es URL Shortening Services (URL = Uniform Ressource Locator) gibt. Der wohl bekannteste Dienst ist Bitly. Bei Bitly kann man alle gewünschten Links kürzen.  Meldet  man sich mit seinem Twitter- oder Facebook-Account (alternativ auch direkt) an, ist auch ein Reporting der Links möglich. Als Beispiel habe ich die Startseite meines Blog genommen und gekürzt: http://bit.ly/GBGk9m. Dies macht insbesondere bei langen Links Sinn, wie sie bei verschachtelten Websites oder in Content Management Systemen (CMS) auftreten. Sie sind nach dem Kürzen kompatibel zu Microblogging-Diensten und lassen sich auch prima per SMS schicken.

Weitere Anwendungen

Ansicht des Bitly-Reportings (Browser: Mercury auf dem iPad)

Aber selbst bei kurzen Links, kann die Nutzung des Dienstes sinnvoll sein. Eine ideale Anwendung ist zum Beispiel das Reporting der Nutzung der Links. Diese Ideen kam mir bei der Vorbereitung zu einer lokalen Ausbildungsmesse, bei der wir mit dem Forschungszentrum Jülich vertreten waren. Bitly ermöglicht nämlich, die Aufrufe der gekürzten URL zu zählen. Dazu muss man sich aber anmelden. Diese Kurz-URL kann man beispielweise teilen via Social-Media oder  Mikroblogging oder als QR-Code für Mobilgeräte verfügbar machen. Den QR-Code kann man entweder selbst mit einem Dienst seiner Wahl erzeugen oder man nutzt eine App. Beim iPad/ iPhone macht das Qrafter in der Pro-Variante für 2,39 € sehr gut. Alternativ nimmt man direkt den angebotenen QR-Code in Bitly. Teilt man den Link nicht selbst sondern stellt ihn nur als QR-Code zur Verfügung kann man nachvollziehen, wie oft der Link gescannt wurde. Insbesondere im allgemeinen Marketing bzw. beim Personal- oder Ausbildungsmarketing kann dies recht nützlich sein. Wir haben den Link, der auf die Liste unserer freien Ausbildungsplätze verweist, später ebenfalls im Klartext an Bildungsträger, Lehrer und Eltern verteilt, die oft mit den QR-Codes (noch) nichts anfangen konnten. Aber auch dabei gilt, dass  http://bit.ly/GEBND4 eindeutig besser zu handeln ist als der direkte Link in unser CMS auf http://www.fz-juelich.de/gp/DE/Karriere/Ausbildungsstellen/ausbildungsstellen.html?nn=718298. Ich bin gespannt, wie viele Klicks wir in den nächsten Tagen noch bekommen. Neben den Klicks bzw. Scans kann man aber auch die Verbreitung bei Facebook und Twitter beobachten (siehe roter Pfeil in der Abbildung). Mal sehen, wie sich das bei der Nachbereitung der Messe entwickeln wird. Der Share bei Facebook ist jedenfalls „echt“. Der Link wurde acht mal gescannt (dabei waren zwei Testläufe mit meinem Blackberry und iPad). Aber sechs echte Scans fand ich für den Anfang und bei einer so kleinen Messe ganz gut…. Ich denke, das werde ich von nun an öfters machen und auch alternative Anwendungen suchen. Wenn jemand dazu Anregungen hat, bin ich sehr dankbar für Input.

Fazit: Ausprobieren lohnt sich! Insgesamt kann ein solcher Dienst den Umgang mit langen URL erheblich vereinfachen und bietet zusätzlich kostenlos ein rudimentäres Reporting der Links. Es gibt auch Enterprise Varianten, die erheblich erweitertes Reporting bieten und eigene Domains statt bit.ly einbinden können. Selbstverständlich gibt es auch alternative Dienste wie Shortlinks oder Tinyurl. Diese habe ich bisher aber nicht ausprobiert.

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