Web 2.0 im Beruf und Unterricht

Heute habe ich den ersten Tag von einem Wochenendkurs zum Thema Web 2.0 in Beruf und Unterricht begonnen. Die VHS Heinsberg bietet das Seminar an. Dozenten können sich in einer geschützen Umgebung über Instrumente des Web 2.0 im Unterricht austauschen. Wir sind zu sechst und der erste Abend war eher theoretisch geprägt. Ich bin jedenfalls auf den morgigen Tag gespannt, denn dann geht’s um Praxis.

Was wird gemacht?

  • Wir probieren verschiedene Tools und Dienste aus und reflektieren die Einsatzmöglichkeit im Unterricht
  • Wir bekommen Input zu (gut) im Unterricht einsetzbaren Diensten
  • Wir machen Mikro-Projekte und nutzen die Vernetzung der verschiedenen Dienste untereinander
  • Wir tauschen uns aus zu Themen, die uns bewegen.

Selbstreflektion

Auf dem Heimweg habe ich mich selbst in meiner Rolle als Dozenten reflektiert. Zur effektiven Nutzung der Instrumente aus Web 2.0 in meiner Lehre benötige ich zwei Dinge:

  1. Ein gewisses Maß an physischer Präsenz mit den Teilnehmern und
  2. eine „ubiquitäre Integration“ der Lerninhalte, also die Möglichkeit die Lern-Erfahrung der Teilnehmenden – losgelöst von Raum und Zeit – an anderen Orten zu unterstützen.

Ich „kuratiere“ dazu die Inhalte, indem ich meine für die Präsenzphasen gedachten Scripte anreichere. Zum Teil mit (sehr) aktuellen Inhalten, zum Teil aber auch kleinen interaktiven, digitalen „Nuggets“, die ein tieferes Verständnis ermöglichen. Ich aggregiere sozusagen wichtige Inhalte bzw. destilliere Themenkomplexe (vielleicht besser komplexe Themen…) bis auf das Wesentliche. Bei t3n.de ist 2013 ein Artikel zu Content Curation erschienen, in dem ich Teile meines Vorgehens wiederfinde – obwohl es im Artikel eher um Marketing geht. Ich empfinde die Relevanz von Content Curation gerade im Bildungsbereich als sehr hoch.

Womit kuratieren?

Welche Tools man zum kuratieren verwendet ist Geschmackssache. Ich nutze gerne die Kombination aus Evernote (für alles), Feedly und Pocket (für RSS-Feeds, sowie Zeitungs- und Blogartikel), Twitter und Flipboard (für die #hastag – Welt) und Pinterest (für Infografiken und Rezepte 😉 ). Zudem versuche ich die oft von meinen Kunden und Teilnehmern geforderten Papierscripte mithilfe von QR-Codes mit dem kuratierten, digitalen Content zu verknüpfen.

Zum Schluss noch ein anschauliches Beispiel, wie Content Curation grundsätzlich funktioniert:

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